Bis ins 18. Jahrhundert hinein waren das
Weidmoos sowie auch die anderen großen Moorkomplexe
des Alpenvorlandes ausgedehnte, fast unzugängliche Landschaften,
die auf die Menschen Furcht einflößend wirkten.
Im Jahr 1700 verordnetet Erzbischof J.E. Graf von Thun, dass
„… alle Möser in den Gerichtsbezirken
vor dem Gebirge beschrieben und urbar zu machen seien. …“.
Es dauerte aber noch fast 100 Jahre, bis im Jahr 1790
mit der Kultivierung des Weidmooses begonnen wurde.
Mit der beginnenden Industrialisierung und
der damit einhergehenden Verknappung von Brennmaterial erwachte
allgemein das Interesse am brennbaren Rohstoff Torf. Besonders
interessant war Torf für die gerade entstehende Glasindustrie
in Bürmoos. Das Material für die Glaserzeugung lag
direkt vor der Haustür: Kalk vom Haunsberg, Sand aus
der Salzach, Torf aus dem Moor. Nach dem Zusammenbruch der
Glasindustrie wurde im Jahr 1930 auch der Torfabbau eingestellt.
Im Jahr 1947 begann die „Österreichische
Stickstoffwerke AG Linz“ erneut mit der nun großindustriellen
Erzeugung von Brenntorf und Torfmull. Das Hochmoor wurde zu
einer Industrielandschaft. Ab Mitte der 1950er Jahre wurde
der Torf nur noch zur Herstellung von Blumenerde (Gartentorf)
gewonnen. Erst im Jahr 2000, als die Torfvorräte zur
Neige gingen, stellte man den Abbau ein. Heute ist nur noch
ein kleiner Rest des Hochmoores erhalten geblieben.
> Diashow mit Bildern vom ehemaligen Torfabbau
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Torf war früher ein
wichtiger Energieträger ...

Der Torfabbau hat eine Industrielandschaft
geschaffen ...

Die "Bockerlbahn" diente
dem Abtransport des Torfes ...
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